Auszug aus dem Bussgeldkatalog 2018


Für das Überfahren einer roten Ampel werden 60-120 Euro fällig. Ist die Ampel bereits länger als eine Sekunde rot werden 100-180 Euro fällig. In jedem Fall gibt es einen Punkt in Flensburg.


Ganz abgesehen davon, dass die Überquerung von geschlossenen Bahnübergängen immer eine unglaublich dumme Idee ist, kostet dies Radfahrer 350 Euro Bußgeld. Dies gilt auch, wenn der Übergang lediglich durch eine Halbschranke gesichert ist. 


Wer in der Dunkelheit ohne Licht fährt oder bei Verkehrskontrolle kein funktionierendes Licht nachweisen kann zahlt 20-35 Euro.

Die inzwischen erlaubten batteriebetriebenen Leuchten benötigen eine Nennspannung von 6 V, was nur auf wenige Modelle zutrifft. Neben dem Scheinwerfer und der Schlussleuchte werden zudem genau elf Reflektoren vorgeschrieben, die sich an den verschiedenen Positionen am Rad zu befinden haben


Auch Fahradfahrern ist die Benutzung eines Mobiltelefons beim Fahren verboten. Der Verstoß kostet 25 Euro.


Ist ein Gehweg nicht ausdrücklich für Fahrradfahrer zugelassen, dürfen ihn nur Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr mit dem Rad benutzen. Bis zum vollendeten achten Lebensjahr ist das Fahren auf dem Gehweg für die Kinder Pflicht. Bis zum zehnten Geburtstag haben Sie die Wahl zwischen Geh- und Radweg. Jeder Radfahrer, der älter als zehn Jahre ist, muss zwischen 15-30 Euro zahlen, wenn er erwischt wird.


In einigen Fällen erlaubt eine entsprechende Beschilderung den Radfahrern, Einbahnstraße gegen die Fahrtrichtung zu befahren. Ist dies nicht der Fall kostet es 20 – 35 Euro.


Auch Radfahrer müssen sich an die Vorfahrtsregeln halten. Wer eine Kreuzung überquert und die Vorfahrt missachtet zahlt 15-30 Euro.


Wer auf Radwegen gegen die Fahrtrichtung fährt gefährdet nicht nur die entgegenkommenden Radfahrer und überrascht querende Fußgänger. Wird man erwischt werden 15-30 Euro fällig.



Nicht nur die hohen Strafen bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung können überraschen. Radfahrer dürfen teilweise auch deutlich mehr, als man denkt:

  • Musik hören: Radfahrer dürfen während der Fahrt Kopfhörer tragen und auch Musik hören. Schon in ihrem eigenen Interesse müssen sie dabei jedoch sicherstellen, dass sie den Straßenverkehr ausreichend wahrnehmen. Könnten Warnsignale überhört werden, ist die Musik zu laut. Das kann ein Bußgeld von 10 bis 15 Euro geben.
  • Einen Hund an der Leine halten: Fahrradfahrer dürfen einen Hund an der Leine führen, wenn diese lose in der Hand liegt. Die Leine ums Handgelenk zu schlingen oder am Lenkrad zu befestigen, ist nicht erlaubt. Das wird nämlich gefährlich, wenn der Hund unerwartet losrennt.
  • Rechts an stehenden Autos vorbeifahren: Jetzt müssen einige Autofahrer ganz stark sein, denn: Ja, Radfahrer dürfen rechts an stehenden Autos vorbeifahren, wenn der Platz hierfür ausreicht.
  • Nebeneinander fahren: Generell müssen Radfahrer hintereinander fahren. Ist der Weg jedoch breit genug und wird der übrige Verkehr nicht beeinträchtigt, dürfen Fahrradfahrer auch nebeneinander fahren. Behindern sie dabei jedoch andere Verkehrsteilnehmer, kann ein Bußgeld von 20 bis 30 Euro anfallen.
  • Autos abschleppen lassen: Auf Radwegen parkende Autos gefährden die Fahrradfahrer! Deswegen dürfen diese gegebenenfalls auch die Polizei rufen, um sie abschleppen zu lassen. Dies gilt auch, wenn der Radweg nur teilweise blockiert ist.